BIO-BIER BRAUEN - Klösterreich
 

BIO-BIER BRAUEN

Veröffentlicht von zwettl am

Gesund­heit

BIO-BIER BRAUEN

Fr., 12. Mai ’23, 13:00–17:00

Aus der Rei­he „ G‘SUND UND GLÜCKLICH“:

Work­shop

Ver­an­stal­tungs­ort:
Hopfenspinnerei
Mühl­gas­se 4
3830 Waid­ho­fen an der Thaya

„Hop­fen und Malz, Gott erhalt´s“, die­sen Spruch ken­nen sicher vie­le Men­schen. Biblisch ist er aber nicht. Wie wäre es damit:„Gebt Bier denen, die am Umkom­men sind, und Wein den betrüb­ten See­len, “so im Buch der Sprich­wör­ter (31,6), ein Teil der bibli­schen Weis­heits­li­te­ra­tur. Was sagt das über Bier, und über Wein, und über den Men­schen und sei­nen Alko­hol­ge­nuss? Und was hat Got­tes Schöp­fung mit Bier­brau­en zu tun?

In der Welt der Bibel kam dem Bier ein hoher Stel­len­wert zu. Es war das wich­tigs­te Getränk, das in sämt­li­chen Bevöl­ke­rungs­schich­ten nor­ma­ler­wei­se täg­lich genos­sen wur­de. Bier war Teil der Bezah­lung der Arbei­ter und der Beam­ten des Hofes. Es wur­de bei pri­va­ten wie auch bei offi­zi­el­len und kul­ti­schen Fei­ern getrunken.

Aus dem Alten Ori­ent und dem Alten Ägyp­ten sind auch zahl­rei­che Infor­ma­tio­nen erhal­ten, wie Bier in dama­li­ger Zeit her­ge­stellt wur­de. So wur­den aus Gers­ten­malz, Gers­te, Emmer und Gewür­zen zunächst soge­nann­te Bier­bro­te geba­cken. Die­se Bier­bro­te wur­den mit Was­ser über­gos­sen, und die so gefer­tig­te Mai­sche wur­de unter Kochen zum Gären gebracht. Nach dem Gär­pro­zess wur­de das fer­ti­ge Bier in Vor­rats­be­häl­ter abge­siebt. Auch in Ägyp­ten wur­de die Mai­sche zur Bier­her­stel­lung aus Bier­bro­ten gewon­nen. Anders als in Meso­po­ta­mi­en wur­de die Mai­sche hier aller­dings nicht erhitzt. Statt­des­sen wur­de der Mai­sche zur Gärung neben Was­ser auch ange­gär­tes Dat­tel­mus beigegeben.

Bier wur­de in ver­schie­de­nen Sor­ten her­ge­stellt, die sich vor allem im jewei­li­gen Ver­hält­nis von Gers­te und Emmer unter­schie­den. So ent­hielt etwa das „dunk­le Bier“ mehr Gers­te, das „rot­brau­ne Bier“ mehr Emmer. Dane­ben war auch mit Was­ser ver­meng­tes Dünn­bier bekannt. Zudem wur­den ver­schie­de­ne Qua­li­täts­stu­fen, vom „Nor­mal­bier“ bis zum „guten Königs­bier“, unterschieden.

Gegen­über dem heu­ti­gen Bier war das Bier in der Anti­ke eher trü­be und hat­te einen süß­li­chen Geschmack. Es war nur kur­ze Zeit halt­bar. Getrun­ken wur­de das Bier ange­sichts der aus dem Her­stel­lungs­pro­zess ver­blie­be­nen Rück­stän­de häu­fig mit einem lan­gen Strohhalm.
Bier blieb auch im euro­päi­schen Mit­tel­al­ter ein Grund­nah­rungs­mit­tel: Es wur­de auch „flüs­si­ges Brot“ genannt, weil es den armen Men­schen als reich­hal­ti­ges Nah­rungs­mit­tel dien­te. Dabei kam es natür­lich auch den Mön­chen zu Gute, die schwe­re kör­per­li­che Arbeit leis­te­ten. Sogar in der Fas­ten­zeit vor Ostern und Weih­nach­ten muss­ten sie nicht auf das Getränk ver­zich­ten: Denn die Fas­ten­re­gel besag­te nur, dass fes­te Nah­rung ver­bo­ten war. Flüs­si­ges brach das Fas­ten hin­ge­gen nicht. Des­halb wichen die Mön­che nur zu gern auf das Bier aus.

Und in der Gegen­wart? Im Wald­vier­tel? Im Gegen­satz zu den meis­ten ande­ren Brau­work­shops brau­en bei uns alle Teil­neh­me­rIn­nen an ihrem eige­nen Arbeits­platz eigen­hän­dig einen Sud im Mini-For­mat (die Men­ge beträgt max. fünf Liter), der im Anschluss auch gleich mit­ge­nom­men wer­den kann. Nach ca. vier Wochen ist das Bier dann fer­tig für die Verkostung.

Unse­re Brau­work­shops sind dazu gedacht, jeder/m Inter­es­sier­ten einen nie­der­schwel­li­gen Ein­stieg in das The­ma zu ermög­li­chen. Wir brau­en gemein­sam eine ein­fa­che Rezep­tur nach einem ein­fa­chen Ver­fah­ren mit mög­lichst wenig Aus­rüs­tung, von der man vie­les in den meis­ten Haus­hal­ten findet.

Das beinhal­tet die Teil­nah­me an unse­ren Workshops:
– Zuta­ten für einen Sud von bis zu 5 Litern fer­ti­gen Biers pro Arbeitsplatz
– Durch­füh­rung des Brau­vor­gangs unter Anleitung
– schrift­li­che Anlei­tung für Ver­gä­rung und Kon­di­tio­nie­rung zu Hause
– wie­der ver­wend­ba­res Gär­fäss­chen für dei­ne nächs­ten Brau-Experimente
– Kost­pro­ben der Hop­fen­spin­ne­rei-Bie­re am Brautag

Theo­lo­gi­sche Refle­xio­nen zum The­ma Bier sowie Alkohol/Rausch beglei­ten das prak­ti­sche Programm.

Lei­tung: Eve­lyn Bäck & Gwaël Gaut­hi­er (Hop­fen­spin­ne­rei)

Anmel­dung bei:
Eve­lyn Bäck in der Hopfenspinnerei
Per SMS: 0660/200 98 69
Oder Email:
www.hopfenspinnerei.at

Kos­ten:
– für eine Per­son: € 139,00
– für zwei Per­so­nen, die sich einen Arbeits­platz tei­len: € 189,00

Grup­pen­grö­ße: 6 bis 12 Personen
Anmel­de­schluss: 9. Mai!

+

Karten/Infos:

Zis­ter­zi­en­ser­stift Zwettl

Mit­tel­al­ter­li­cher Ernst und blü­hen­de Lebensfreude

Stift Zwettl 1
3910  Stift Zwettl
(T): +43 (0)2822 20202–17
(F): +43 (0)2822 20202–50
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