Wenn die Seele verwundet ist - Klösterreich
 

Wenn die See­le ver­wun­det ist

Veröffentlicht von zwettl am

Ver­an­stal­tun­gen

Wenn die See­le ver­wun­det ist

Fr., 16. Okt. ’26 bis
So., 18. Okt. ’26, ganztägig

Wenn die Seele verwundet ist

Ein­la­dung zum Evan­ge­li­sa­ti­ons­se­mi­nar nach Prof. Dr. Tomis­lav Ivančić

Frei­tag, 16. Okto­ber (15.00) bis Sonn­tag, 18. Okto­ber (12.00)
Die Anrei­se ist von 13.00 bis 14.30 Uhr möglich. 

In einer Welt, die von Unsi­cher­heit geprägt ist hören wir die Wor­te Jesu:
„Fürch­tet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die See­le aber nicht töten können“.
Mt 10,28

Heu­te ist es weni­ger der Leib, der bedroht ist, son­dern die See­le: durch Ver­let­zun­gen, Ent­täu­schun­gen, inne­re Lee­re, Angst, Über­for­de­rung und den Ver­lust von Vertrauen.
Vie­le Men­schen tra­gen tie­fe Wun­den in sich. Sie seh­nen sich nach Sinn, nach Hei­lung und nach einem trag­fä­hi­gen Glau­ben – und spü­ren zugleich, dass ihnen der Zugang dazu schwer­fällt. Wo das Herz ver­schlos­sen ist, kann auch der Glau­be kaum Wur­zeln schlagen.
Die­ses Evan­ge­li­sa­ti­ons­se­mi­nar lädt Sie ein, sich neu auf den Weg zu machen: zur „Begeg­nung mit dem leben­di­gen Gott“ und zugleich zu einem ehr­li­chen Kon­takt mit sich selbst. 

Wir ent­de­cken, wie der Glau­be unser Inne­res stärkt und heilt. Dort wo der Mensch ver­wun­det ist, gibt Got­tes Lie­be neue Kraft. Ohne Vor­wis­sen, in ein­fa­cher Spra­che und mit Raum für per­sön­li­che Erfah­run­gen wird der Glau­be greifbar. 

Unser Semi­nar wird sich auch mit der neu­en Enzy­kli­ka befassen:
MAGNIFICA HUMANITAS des Hl. Vaters Leo XIV. „Über die Bewah­rung des Men­schen im Zeit­al­ter der künst­li­chen Intelligenz“.
Heu­te kann man sich auch die Fra­ge stel­len: Quo vadis, huma­ni­tas? – Wohin gehst du, Menschheit?

So heißt ein neu­es Doku­ment der Inter­na­tio­na­len Theo­lo­gi­schen Kom­mis­si­on, das am 4. März 2026 ver­öf­fent­licht wur­de. Der von Papst Leo XIV. geneh­mig­te Text will eine »theo­lo­gi­sche und pas­to­ra­le« Ant­wort auf die bei­spiel­lo­se Her­aus­for­de­rung für die christ­li­che Anthro­po­lo­gie in der Ära von künst­li­cher Intel­li­genz und Post­hu­ma­nis­mus geben. Er stützt sich dabei auf die Kon­sti­tu­ti­on Gau­di­um et spes des Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils (1962–65), ins­be­son­de­re auf des­sen For­de­rung nach einem offe­nen Dia­log zwi­schen Kir­che und Welt sowie auf die ganz­heit­li­che Sicht des Men­schen als »Ein­heit von Leib und See­le, Herz und Gewis­sen, Ver­stand und Willen«.

Trans- und Posthumanismus
Das ers­te der vier Kapi­tel des Doku­ments geht auf zwei den­ke­ri­sche Phä­no­me­ne unse­rer Zeit ein, den Trans- und den Post­hu­ma­nis­mus. Im Trans­hu­ma­nis­mus geht es dar­um, durch Wis­sen­schaft und Tech­no­lo­gie die Lebens­be­din­gun­gen der Men­schen zu ver­bes­sern und dabei ihre phy­si­schen und bio­lo­gi­schen Gren­zen zu über­win­den. Der Post­hu­ma­nis­mus hin­ge­gen träumt gar davon, den Men­schen zu erset­zen. Dabei ist von einem Hybrid die Rede, der die Gren­ze zwi­schen Mensch und Maschi­ne ver­schwim­men lässt.
Das christ­li­che Glau­bens­ver­ständ­nis dage­gen suche in Chris­tus, dem gestor­be­nen und auf­er­stan­de­nen Erlö­ser, eine Syn­the­se der tie­fen Span­nun­gen, die den Men­schen cha­rak­te­ri­sie­ren und die heu­te durch Trans­hu­ma­nis­mus und Post­hu­ma­nis­mus in einer neu­en und her­aus­for­dern­den Form prä­sen­tiert wür­den. Dabei dürf­ten kei­ne Wider­sprü­che zwi­schen »gege­be­ner Iden­ti­tät« und »kon­stru­ier­ter Iden­ti­tät«, zwi­schen »sozia­ler Dimen­si­on« und »Indi­vi­du­um«, zwi­schen der Zuge­hö­rig­keit zu einer »kon­kre­ten his­to­ri­schen Kul­tur« und der Zuge­hö­rig­keit zum »uni­ver­sal Mensch­li­chen« kon­stru­iert wer­den, wie es in den aktu­el­len Debat­ten häu­fig gesche­he. Auch irgend­ei­ne Form der Erset­zung oder Unter­drü­ckung des Mensch­li­chen kön­ne kei­ne Lösung sein.

Herz­li­che Ein­la­dung an alle, die sich nach inne­rer Hei­lung, neu­er Hoff­nung und einer leben­di­gen Got­tes­be­geg­nung sehnen.

Lei­tung:
P. Mar­kus Stark OCist,
Stift Hei­li­gen­kreuz und Mit­glie­der der GGW

Impuls:
P. Bern­hard Prem OCist,
Stift Zwettl;

Kos­ten:
Kurs­bei­trag: € 40,00
Zuzüg­lich Pensionskosten 

Grup­pen­grö­ße: max. 40 Personen
Anmel­de­schluss: 8. Oktober!

Die­se Ver­an­stal­tung fin­det in Zusam­men­ar­beit mit der Gemein­schaft Gebet und Wort statt. 

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Stift Zwettl, Stift Zwettl 1, Zwettl-Nie­der­ös­ter­reich, Nie­der­ös­ter­reich 3910, Österreich 
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