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Kulturgeschichtliche Reise am Tag des Denkmals im Klösterreich

29. September - Am Tag des Denkmals zu einer kulturgeschichtlichen Reise in den Klöstern des Klösterreich: Kaiser, Könige und Philosophen

Deckenfresko mit Besuchern im Marmorsaal des Stifte Klosterneuburg - Foto: Daniel Gran/Stift Klosterneuburg

In Klöstern von Klösterreich wird am 29. September, dem "Tag des Denkmals", unter dem Motto „Kaiser, Könige und Philosophen“ zu einer kulturgeschichtlichen Reise eingeladen. Der Todestag von Kaiser Maximilian I. jährt sich zum 500. Mal, jener von König Richard Löwenherz zum 820. Mal. Der bedeutende Philosoph Ludwig Wittgenstein würde heuer 130 Jahre alt werden. Zahlreiche Programmpunkte widmen sich ihrem Wirken - und auch denkmalgeschützte Klöster öffnen bei freiem Eintritt ihre Tore, spezielle Programmpunkte und Führungen ermöglichen einen ganz besonderen Blick auf das klösterliche kulturelle Erbe und machen Denkmalschutz und Denkmalpflege erlebbar! Beim Kultur-Angebot von Klösterreich werden Klöster mit ihrer Sinnstiftung und Spiritualität über die Jahrhunderte präsentiert, die in besonderen Kunstwerken ihren Ausdruck findet. Am Tag des Denkmals laden in Niederösterreich die Stifte Altenburg, Dürnstein/Herzogenburg, Göttweig, Klosterneuburg, Lilienfeld und Zwettl ein, in Oberösterreich die Stifte Kremsmünster, Lambach und St. Florian und in Kärnten Stift St. Paul im Lavanttal zum Besuch ein.

Stift Altenburg: „Auf den Spuren der Klosterstifterin Hildburg von Poigen“ - Aus dem so genannten „Lateinischen Brief“ des Bischofs Reginbert von Passau vom 25. August 1144 geht hervor, dass die „nobilissima domina“ Hildburg, Witwe des Grafen Gebhard von Poigen-Rebgau, auf ihrem Gutsbesitz in Altenburg eine Mönchszelle nach der Regel des hl. Benedikt erbaut und an die erste Mönchsgemeinschaft übergeben hatte – der Beginn von fast 900 Jahren klösterlichem Leben im Stift Altenburg! Am Tag des Denkmals stehen aber nicht nur das Kloster an sich, sondern auch die vielen Höfe und Gärten im Vordergrund. Eine Entdeckungsreise zu oft Übersehenem!

Am „Tag des Denkmals“, am 29. September, hat das Stift Altenburg von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, bietet Führungen um 10:00, 11:00, 13:00, 14:00, 15:00 und 16:00 Uhr mit einer Dauer von ca. 60 Minuten an, Treffpunkt ist im Foyer beim Haupteingang des Stiftes. https://tagdesdenkmals.at/de/objekte-2019/niederoesterreich/altenburg-benediktinerstift/

Stift Dürnstein: „Baujuwel und Museum - Entdeckung des Wertvollen!“ - Im ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift Dürnstein fanden während der Wintermonate 2018/2019 umfangreiche Umbau- und Restaurierungsarbeiten statt. Der Grund war die Neugestaltung der Dauerausstellung mit dem Titel „Entdeckung des Wertvollen“, welche im Mai feierlich eröffnet wurde. Neben den bereits früher als Ausstellungsbereich genutzten Flächen sind nun auch Räume des Stiftes zugänglich, die bis dahin für die Öffentlichkeit verschlossen waren. So wurden unter anderem die gotische Säulenhalle und die Sakristeitreppe restauriert. Sie sind Höhepunkte des Rundganges im Wahrzeichen der Wachau.

Am „Tag des Denkmals“, am 29. September, hat das dem zum Stift Herzogenburg gehörenden Stift Dürnstein von 17:00 bis 20:00 Uhr geöffnet und bietet eine Führung um 18:00 Uhr „Im Rückblick: restauratorische Arbeiten“ mit Mag. Dipl.-Rest. Christoph Tinzl (BDA) und um 19:00 Uhr „Eine Entdeckung der Baugeschichte“ durch Kulturvermitter des Stiftes (Dauer je ca. 45 Min.) an. Treffpunkt ist Museumshop Stift Dürnstein. https://tagdesdenkmals.at/de/objekte-2019/niederoesterreich/duernstein-stift-duernstein/

Stift Göttweig:Schätze aus den Archiven des Benediktinerstiftes Göttweig“ - Unübersehbar thront das Benediktinerstift am Göttweiger Berg am Rande der UNESCO-Welterberegion Wachau. Zwei Sonderführungen geben Einblick in die über 900-jährige Geschichte. Vormittags führt Dr.in Angelika Kölbl durch die Sonderausstellung „Stift Göttweig als Wehrbau“ und stellt neue Erkenntnisse zu Baugeschichte und Verteidigungswesen des Stiftes vor. Der repräsentative und zugleich wehrhafte Charakter wird insbesondere vor dem Hintergrund kriegerischer Ereignisse beleuchtet. Nachmittags wird das Stiftsarchiv im Rahmen der Führung durch Pater Franz Schuster OSB über „Kaiser und Könige im Archiv“ zugänglich sein.

Am „Tag des Denkmals“, am 29. September, hat das Stift Göttweig von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und bietet Sonderführungen um 10:30 und 14:00 Uhr mit einer Dauer von ca. 60 Minuten an, freier Eintritt im Rahmen der Führung. Zu den übrigen Zeiten gibt es einen reduzierten Eintritt von € 4,–, Sammelführungen gibt es um 11:00, 12:00, 14:00 und 15:00 Uhr zu € 2,50 pro Person, Treffpunkt: Museum im Kaisertrakt. https://tagdesdenkmals.at/de/objekte-2019/niederoesterreich/goettweig-benediktinerstift/

Stift Klosterneuburg: „Maximilian I. am "Leopoldsturm" der Stiftskirche“ - Die diesjährige Jahresausstellung steht unter dem Titel „Des Kaisers neuer Heiliger“ und beschäftigt sich mit der Heiligsprechung Leopolds III., die während der Regierungszeit Maximilians I. stattfand. Im Stiftsmuseum befindet sich heute eine überlebensgroße Sandsteinstatue des Habsburgers, die bereits zu dessen Lebzeiten entstand. Die Skulptur befand sich ursprünglich an der Fassade des Südturms der Stiftskirche und wurde im Zuge von Restaurierungsarbeiten im 19. Jahrhundert entfernt. Die Maximilian-Skulptur wurde bislang wenig beachtet und kann am Tag des Denkmals bewundert werden.

Am „Tag des Denkmals“, am 29. September, hat das Stift Klosterneuburg von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, Führungen werden um 14:00, 15:00 und 16:00 Uhr (Dauer ca. 60 Min.) angeboten. Treffpunkt ist beim Besucherempfang Sala terrena. https://tagdesdenkmals.at/de/objekte-2019/niederoesterreich/klosterneuburg-stift-monumentalstatue-maximilian-i/

Stift Kremsmünster: „Themenführung im Gedenkjahr: Kaiser Maximilian I.“ - Vor 500 Jahren ist Kaiser Maximilian I. in Wels gestorben. Der Abt von Kremsmünster, Johannes Schreiner, hat ihn am Sterbebett begleitet und war einer seiner Testamentsvollstrecker. Aus diesem Anlass präsentiert die Münzsammlung drei Münzen und eine Medaille, die den Lebensweg des Kaisers von seiner Hochzeit bis zur Kaiserkrönung dokumentieren. Im Rahmen der Themenführung ist eine Vitrine zu besichtigen, in der das Jagdbesteck des Kaisers – ein Geschenk als Ausdruck seiner Dankbarkeit – sowie der Tassilokelch zu sehen sind. Zudem werden originale Bestände dieser Zeit aus dem Musikarchiv gezeigt.

Am „Tag des Denkmals“, am 29. September, hat das Stift Kremsmünster von 9:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und bietet Führungen um 14:00 und 16:00 Uhr (Dauer ca. 60 Min.) an, Treffpunkt: Klosterladen. https://tagdesdenkmals.at/de/objekte-2019/oberoesterreich/kremsmuenster-benediktinerstift/

Stift Lambach: „Violinvirtuose Biber trifft Habsburg in Lambach“ - Der Salzburger Hofkapellmeister Heinrich Ignaz Franz Biber war ein berühmter Violinvirtuose und Komponist. Weil er die Gunst Kaiser Leopolds I. auf seiner Seite wusste, wagte er ein Ansuchen um Erhebung in den Adelsstand. Als Referenz gab er an, dass er Leopold 1682 „in Lambach und Linz auf der Violine solo” vorgespielt habe. Seinem Ansuchen wurde stattgegeben und er durfte sich „Heinrich Ignaz Franz Biber von Bibern” nennen. Am Tag des Denkmals wird dieses Zusammentreffen Bibers mit Kaiser Leopold I. in Lambach szenisch nachgestellt und gezeigt, dass auch ein relativ kleines Kloster wie Lambach in das große Geschehen der österreichischen Musik- und Kunstgeschichte integriert war.

Am „Tag des Denkmals“, am 29. September, hat das Stift Lambach von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet und bietet Führungen um 11:00 und 13:00 Uhr (Dauer ca. 60 Min.) an. https://tagdesdenkmals.at/de/objekte-2019/oberoesterreich/lambach-benediktinerstift/

Stift Lilienfeld: „Stiftsführung: Kreuzgang, Kirche, Kapitelsaal“ - Der Babenbergerherzog Leopold VI. stiftete 1202 die Zisterze in Lilienfeld, in der sich auch seine Grablege befindet. Im 14. Jahrhundert erlangte das Skriptorium des Stiftes besondere Bedeutung. Damals entstand die wertvollste Handschrift des Klosters, die „Concordantiae Caritatis“ des Abtes Ulrich von Lilienfeld. Der Hauptraum der eindrucksvollen Klosterbibliothek wurde um 1700 liebevoll mit intarsierten Bücherschränken, Stuck und Deckenfresken künstlerisch ausgestaltet, wobei auch die Laienbrüder maßgeblich beteiligt waren. Die Führung zeigt unter anderem den mittelalterlichen Kreuzgang, Kirche, Laienbrüderdormitorium, Kapitelsaal und Brunnenhaus.

Am „Tag des Denkmals“, am 29. September, hat das Stift Lilienfeld von 13:30 bis 16:30 Uhr geöffnet und bietet eine Führung um 14:00 Uhr (Dauer ca. 30 Min.) an, Treffpunkt: Stiftspforte/Klosterladen. https://tagdesdenkmals.at/de/objekte-2019/niederoesterreich/lilienfeld-stift-lilienfeld/

Stift St. Florian: „Peter III. und Maximilian I. - Ein Florianer Propst und sein Kaiser“ - Das Stift St. Florian ist seit 1.700 Jahren geistiges und spirituelles Zentrum der Region. Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder hohen kaiserlichen Besuch. Kaiser MaximilianI. war einige Male im Stift zu Gast und pflegte ein nahes Verhältnis zum damaligen Vorsteher des Stiftes, Peter Maurer. Die Sonderausstellung 2019 „Peter III. und MaximilianI. – Ein Florianer Propst und sein Kaiser“ widmet sich diesen beiden historischen Persönlichkeiten im Kontext der Stiftsgeschichte und zeichnet ihre Verbindungen nach. Am Tag des Denkmals gibt es Führungen durch die Sonderschau.

Am „Tag des Denkmals“, am 29. September, hat das Stift St. Florian von 09:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und bietet Führungen um 11:15 und 15:00 Uhr (Dauer ca. 60 Min.) an, Treffpunkt: Prälatengang. https://tagdesdenkmals.at/de/objekte-2019/oberoesterreich/st-florian-augustiner-chorherrenstift/

Stift St. Paul im Lavanttal: „Museumsführung zum Schwerpunktthema“ - Unter den Schätzen der St. Pauler Stiftsbibliothek befindet sich auch der „Theuerdank“ Maximilians I. Es handelt sich um jenes Versepos, in dem der spätere Kaiser seine Brautfahrt zu Maria von Burgund schildert. Zu den Mitarbeitern, die mit der Textausarbeitung befasst waren, zählt auch der Nürnberger Geistliche Melchior Pfinzing, Bruder des St. Pauler Abtes Ulrich Pfinzing. Die Holzschnitte stammen unter anderem von Leonhard Beck, Hans Burgkmair und Hans Schäufelin. Mit Fokus auf das Jubiläum „500. Todestag Kaiser Maximilian I.“ führt Dechant P. Dr. Gerfried Sitar persönlich im Schatzhaus Kärntens „mit dem letzten Ritter in eine neue Zeit“.

Am „Tag des Denkmals“, am 29. September, hat das Stift St. Paul im Lavanttal von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und biete eine Führung um 15:00 Uhr (Dauer ca. 90 Min.) mit Dechant P. Dr. Gerfried Sitar OSB an. https://tagdesdenkmals.at/de/objekte-2019/kaernten/st-paul-im-lavanttal-benediktinerstift/

Stift Zwettl: „Rundgang Kaiserliches Zwettl" - Einerseits zeigte sich das Kloster ungemein enthusiastisch gegenüber den Habsburgerkaisern, was im Bau eines der größten Barocksäle des 17. Jahrhunderts gipfelte, der „galleria maior“. Andererseits fand Kaiser Franz II./I. großen Gefallen an Zwettler Kunstschätzen und ließ sie nach Schloss Laxenburg abtransportieren. Im Rahmen eines Rundgangs kann man die oft unbekannten Spuren der Habsburger in Stift Zwettl nachverfolgen.

Am „Tag des Denkmals“, am 29. September, findet im Stift Zwettl um 14:00 Uhr (Dauer ca. 90 Min.) eine Führung mit Dr. Andreas Gamerith (Kunsthistoriker) statt, Treffpunkt im Klosterladen. https://tagdesdenkmals.at/de/objekte-2019/niederoesterreich/zwettl-stift-zwettl-zisterzienserstift/

Der Tag des Denkmals ist der österreichische Beitrag zur europäischen Initiative der European Heritage Days (EHD) und die einzige Großveranstaltung für das materielle Kulturerbe in Österreich. Die Klösterreich-Broschüre „Kultur - Begegnung - Glaube“ erhält man kostenlos bei der Klösterreich-Geschäftsstelle, Mail: info@kloesterreich.com, Internet: www.kloesterreich.com, wo auch Klösterreich-Gutscheine bestellt werden können, Facebook: www.facebook.com/Kloesterreich.