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Klösterreich goes international!

Klösterreich präsentiert mit der neuen Broschüre „Kultur – Begegnung – Glaube“ 2018 erstmals 26 Klöster in 5 Ländern Europas. 21 Stifte und Klöster aus Österreich stellen darin ihr Angebot vor ...

Titelseite Klösterreich-Broschüre "Kultur - Begegnung - Glaube 2018" / FC: Klösterreich

Klösterreich Presse-Konferenz 11.04.2018: v.l.n.r.: P. Konrad Dejcsics (Erzabtei Pannonhalma), Abt Jachym Jaroslav Simek (Kloster Zeliv / Seelau), Klösterreich-Präsidentin Generaloberin Sr. M. Michaela Pfeiffer-Vogl, Generaloberin Sr. Franziska Bruckner (Vizepräsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs) und Abt Maximilian Neulinger (Stift Lambach). Foto: Kaineder / Ordensgemeinschaften Österreich

Klösterreich Presse-Konferenz 11.04.2018: v.l.n.r.: P. Konrad Dejcsics (Erzabtei Pannonhalma), Generaloberin Sr. Franziska Bruckner (Vizepräsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs), Klösterreich-Präsidentin Generaloberin Sr. M. Michaela Pfeiffer-Vogl, Abt Maximilian Neulinger (Stift Lambach) und Abt Jachym Jaroslav Simek (Kloster Zeliv / Seelau). Foto: Kaineder / Ordensgemeinschaften Österreich

Klösterreich präsentiert mit der neuen Broschüre „Kultur – Begegnung – Glaube“ 2018 erstmals 26 Klöster in 5 Ländern Europas. 21 Stifte und Klöster aus Österreich stellen darin ihr Angebot vor. Die Zahl der internationalen Mitgliedsklöster hat sich nach den Beitritten der Erzabtei Pannonhalma aus Ungarn, dem Kloster Rajhrad (Raigern) aus Tschechien und der Abtei Waldsassen in Bayern im Jahr 2018 mit den Neubeitritten des Klosters Zeliv (Seelau) aus Tschechien und Klosters Disentis aus der Schweiz auf fünf erhöht. Aus Österreich ist das oberösterreichische Stift Lambach neu beigetreten. Die internationale Ausrichtung der Klöster gibt es durch die Gründer der Ordensgemeinschaften und ist bei Klösterreich eindrucksvoll über die Jahrhunderte im Gesundheits- und Kulturbereich sowie in der Spiritualität sichtbar.

Die Ordensgemeinschaft Marienschwestern vom Karmel hat über 100 Jahre praktische Erfahrung im Bereich Klostermedizin und originale Kneipp-Kur. Die Marienschwestern stehen hinter dem gesundheitlichen Erfolg der Curhäuser Bad Kreuzen (1. Zentrum für Traditionelle Europäische Medizin) und Bad Mühllacken (Fasten, bewusste Ernährung, Entgiften & Entschlacken) in Oberösterreich. Generaloberin Sr. M. Michaela Pfeiffer-Vogl zur Internationalität im klösterlichen Gesundheitsbereich: „Kirchenmänner wie Benedikt von Nursia und Sebastian Kneipp und Ordensfrauen wie Hildegard von Bingen und Teresa von Avila haben über Jahrhunderte durch ihre Erfahrung die abendländische Medizin ganzheitlich entwickelt und weitergetragen.“ Seit 2002 sind die Marienschwestern vom Karmel auch in der Entwicklungszusammenarbeit in Uganda aktiv.

Im an der Traun in Oberösterreich gelegenen Benediktinerstift Lambach hinterließen namhafte Gäste wie Wolfgang A. Mozart, Marie Antoinette oder Napoleon Bonaparte ihre Spuren. Abt Maximilian Neulinger zur Entwicklung einer internationalen „Kunstwerkstatt Kloster“: „Die romanischen Wandmalereien im noch erhaltenen Westchor der ersten Klosterkirche sind Werke von namenlosen Künstlern internationalen Ranges und Dokumente der Ökumene. Im Jahrhundert der Spaltung von Ost- und Westkirche war die Kunst noch ein Ausdruck der Einheit. Heute erleben wir Internationalität durch das Studium von Mitbrüdern in Rom und Israel und durch die Teilnahme unserer Klosterschulen an Austauschprogrammen von Schülern und Lehrern, die im Kloster zu Gast sind. Immer wieder waren auch Lambacher Mönche im Ausland tätig: als Seelsorger in Ungarn zur Aufbauarbeit nach den Türkenkriegen, als Kaplan in der Londoner Botschaft oder als Ausbilder im Priesterseminar für deutschsprachige Seelsorge und als Seelsorger für die Auswanderer in die Vereinigten Staaten.“

Die weltberühmte Stiftsbibliothek der Zisterzienserinnen-Abtei Waldsassen gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Oberpfalz und liegt im ostbayerischen Bistum Regensburg, Deutschland. Diese Bibliothek weist eine Ausstattungspalette auf, die sowohl in künstlerischer als auch in inhaltlicher Hinsicht einmalig und spezifisch zisterzienserisch geprägt ist. Von 1689 bis 1726 ist der großartige Bibliotheksaal im Übergangsstil von Hochbarock zu Rokoko entstanden: Lebensgroße, von Karl Stilp kunstvoll geschnitzte Figuren tragen die Galerie, die den Saal umläuft. Dieser Waldsassener Künstler war in Kirchen und Klöstern in Deutschland und Tschechien tätig. Die Äbtissin Laetitia Fech und ihre Mitschwestern haben in Waldsassen mit dem Gästehaus St. Joseph den Grundstein für eine neue Ära der Gastfreundschaft gelegt: „In Einklang mit dem neuen Zeitgeist ist eine einzigartige Kombination aus stilvollem Wohnen und klösterlicher Einkehr entstanden, ganz im Sinne der Gemeinschaft von Klösterreich.“

Das Benediktinerkloster Disentis in Graubünden, Ostschweiz, reicht in seinem Ursprung bis ins Jahr 614 zurück. Im Umfeld der iroschottischen Wandermönche kam der fränkische Sigisbert rheinaufwärts und errichtete mit Unterstützung des Einheimischen Placidus das Kloster Disentis. Seither lebten im Kloster durchgehend Benediktinermönche. Heute zählt die Klostergemeinschaft 28 Mönche. Abt Vigeli Monn zur internationalen Vernetzung des Kunstschaffens in seinem Kloster Disentis: „Die Klosterkirche St. Martin ist von hohem kunsthistorischen Wert, stellt sie doch einen der frühen Wandpfeiler-Emporen-Räume in der süddeutschen barocken Kulturregion dar und ist eine einmalige Architekturleistung Vorarlberger-Schule: 1685 wurden Klostertrakte nach Plänen des Vorarlberger Laienbruders Caspar Moosbrugger aus Au (Bregenzerwald) neu gebaut.“ Das Gymnasium Kloster Disentis ist als UNESCO assoziierte Schule der Vermittlung interkultureller Kompetenz verpflichtet. Leistungspotential und Gemeinschaftssinn werden hier getreu den benediktinischen Grundsätzen gefördert.

Das Kloster Raigern (Rajhrad) ist das älteste Kloster in Mähren und eines der drei Benediktinerklöster in der Tschechischen Republik, das die Reformen Kaiser Josefs II. überlebt hat. Ab 1880 haben die Benediktiner aus Österreich, Bayern und Tschechien gemeinsam die Zeitschrift „Wissenschaftliche Studien und Mitteilungen aus dem Benediktiner-Orden“ herausgegeben, und die Redaktion dieser Revue hatte zwischen Jahren 1880 und 1910 ihren Sitz in Raigern. Auch im Künstlerbereich hatte Raigern Kontakte vor allem nach Österreich. Am Ende des 18. Jahrhunderts arbeitete in den Diensten des Klosters Raigern der deutsch-mährische Maler Josef Winterhalder der Jüngere. 1776 malte er die Kuppel über dem Chorraum der Stiftskirche St. Peter und Paul in Raigern aus, neben Mähren hatte der Künstler auch Auftragsarbeiten in Niederösterreich und Ungarn. 1950 wurden alle tschechischen Klöster aufgehoben und erst nach 1990 konnte sich das Klosterleben in Raigern erneuern. Kontakte in das Ausland musste man auch neu aufbauen. „Das gelingt zum Glück dem Stift Raigern ganz gut, vor allem durch die Kloster-Plattform Klösterreich.“, so P. Prior Augustin Gazda aus dem Kloster Raigern.

Das Prämonstratenserkloster Želiv (Seelau) in der tschechischen Region Vysocina wurde im Jahre 1139 gegründet. Die Stiftskirche Želiv ist eines der hervorragenden Werke von Johann Santini-Aichl, einem bedeutenden Architekt der Barockzeit in Böhmen, der seine Inspiration gerade im gotischen Stil gefunden hat und international tätig war. Abt Jáchym Jaroslav Simek: „Unter der Regentschaft von Kaiser Josef II. wurde das Kloster Želiv nicht aufgehoben, sondern es blühte weiter auf. Ein Brand im Jahre 1907 hat einen großen Teil des Klosters zerstört, darum sind die heute vorhandenen Gebäude das Ergebnis der Renovierungen aus den Jahren 1907 – 1914. Das Stift Želiv wurde aber auch vom zweiten Weltkrieg betroffen, weil mehrere Gebäude für eine deutsche Mittelschule freigegeben werden mussten. Ebenso wurden Teile des Klosters von der deutschen Luftwaffe beansprucht. Später mussten Teile des Klosters der russischen Armee zur Verfügung gestellt werden. Der größte Schaden wurde dem Kloster Želiv aber im April 1950 beigefügt, als das Kloster von den Kommunisten liquidiert wurde. Das Stift wurde in ein „Konzentrationskloster“ umgewandelt, wo in den Jahren 1951 bis 1954 verschiedene Bischöfe und Priester interniert waren, unter anderem der spätere Kardinal František Tomášek und Bischof Karel Otčenášek. Im Jahre 1956 wurde das Kloster in eine Heilanstalt für Alkoholiker und in eine psychiatrische Klinik umgewandelt. Im Jahre 1991 haben die Prämonstratenser unter der Führung von Abt Vít Bohumil Tajovský nach 40 Jahren die Gebäude des Klosters zurückerhalten und konnten dieses neu beleben. Nach vielen Restaurierungen kann das Kloster Želiv heute eine Brauerei, ein Restaurant und ein Hotel führen.“

Die Benediktiner-Erzabtei Pannonhalma aus Ungarn ist auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Pater Dr. Konrád Dejcsics OSB: „Die in spätromanisch-frühgotischem Stil gebaute Klosterkirche der Erzabtei Pannonhalma, ein Meisterwerk der ungarischen Baukunst des Mittelalters, verbindet Tradition und Innovation, Spiritualität und Alltag miteinander. Sie ist ein Meisterwerk europäischer Frühgotik. Beim dreitägigen kulturellen Festival im August treten jedes Jahr wichtige Repräsentanten des zeitgenössischen europäischen kulturellen Lebens in Pannonhalma wie der Musiker Gidon Kremer (Lettland – Deutschland) auf.“

Klösterreich: Kultur, Begegnung, Glaube

Frei sein für eine Unterbrechung des Alltags, wohltuende Rituale pflegen, sich einlassen auf alternative Lebensrhythmen, die Stille zu hören – und das in klösterlicher Gemeinschaft für kurz oder lang. Wie das geht? „Herzlich willkommen im Klösterreich“, so die Klösterreich-Präsidentin Sr. M. Michaela Pfeiffer-Vogl, Generaloberin der Marienschwestern vom Karmel in Oberösterreich, „Frauen- und Männerklöster öffnen einen Freiraum für Körper, Geist und Seele, teilen mit ihren Gästen Schätze des Glaubens, des Gebetes und ihr reichhaltiges kulturelles Erbe. Unsere Gäste können etwas von diesen Schätzen einer bewährten Tradition mit in ihr Leben mitnehmen. Unsere Klöster garantieren Tradition, Genuss und Inspiration seit über 1.000 Jahren!“

Bei Österreichs Klöstern ist die Gastfreundschaft groß: Ordensgemeinschaften bieten in Bildungshäusern, in einfachen Klosterzellen oder in angegliederten Betrieben ganz unterschiedliche Formen gastfreundlicher Aufnahme an. Sowohl bei Tagesbesuchen als auch bei Nächtigungsangeboten kann man am Leben der jeweiligen Gemeinschaft teilnehmen, sich weiterbilden, Spiritualität erleben, seine Gesundheit stärken oder einfach nur in Ruhe und Stille ausspannen. In Kooperation mit den Ordensgemeinschaften Österreichs hat Klösterreich, die Such- und Orientierungsplattform von 21 Stiften in Österreich und 5 Klöstern in Nachbarländern, eine neue Broschüre „Kultur – Begegnung – Glaube“ gestaltet, die eine attraktive Übersicht für einen Aufenthalt in Klöstern bietet. Eingebettet in den Tagesrhythmus der Ordensfrauen, Mönche oder Chorherren können Gäste die Kraft entdecken, die in einem Kloster ruht.

Die neue Broschüre „Kultur – Begegnung – Glaube“ und Informationen über Klösterreich erhält man kostenlos bei der Klösterreich-Geschäftsstelle, c/o ITA Hermann Paschinger, Straßfeld 333, 3491 Straß im Straßertale, AUSTRIA, Tel. +43 2735 5535-0, Mail: info@kloesterreich.at, Internet: www.kloesterreich.com, wo auch Klösterreich-Gutscheine bestellt werden können, www.facebook.com/kloesterreich.