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Geistige Schätze im Klösterreich - "Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek"

Die Bibliotheken im Klösterreich zeigen ihren reichhaltigen Bücherbestand. Etwa 1.800.000 Stück sind es, die in den prachtvollen Bücherschränken Rücken an Rücken gestellt sind. Viele der Biblio-theken erstrahlen in barocker Pracht ...

Die Bibliotheken in den Klöstern waren einst die ersten Schreibschulen, in denen großartige Handschriften entstanden. Dort wurden sie Jahrhunderte lang genutzt aber auch bewahrt. Die Bibliotheken im Klösterreich zeigen ihren reichhaltigen Bücherbestand. Er ist der geistige Schatz eines Klosters. Deshalb wurden für die Aufbewahrung der Bücher kostbare Bibliotheksräume geschaffen. Die Bibliotheken sind das Gehirn des Klosters, die dort bewahrten Bücher die Summe des Wissens. Etwa 1.800.000 Stück sind es, die in den prachtvollen Bücherschränken Rücken an Rücken gestellt sind. Viele der Bibliotheken erstrahlen in barocker Pracht. In den Klosterbibliotheken des Mittelalters wurde der Grundstock der vernetzten Welt gebildet - Bibliotheken waren und sind am neuesten Stand der Technik. Bei Bibliotheksführungen sind die Besucher eingeladen, in die hochinteressante Welt des überlieferten Wissens einzutauchen. Von 16. bis 22. Oktober 2017 findet „Österreich liest - Treffpunkt Bibliothek“ in vielen Bibliotheken statt. In den Bibliotheken der Klöster von Klösterreich werden folgende Veranstaltungen angeboten:

Im Stift Melk wird am Dienstag, 17. Oktober 2017, ab 19:00 Uhr im Dietmayrsaal im Rahmen eines Vortrags über „Die Residenz der Babenberger - Zur Geschichte der landesfürstlichen Familie“ informiert. Prof. Dr. Gerhard Floßmann gibt einen interessanten Einblick in die Geschichte der Babenberger und deren Bedeutung für Stift Melk. Das Geschlecht der Babenberger hatte ihre frühe Residenz im Stift Melk und ist in ersten Generationen hier begraben. Als im Jahre 976 die Babenberger als Markgrafen in das Gebiet von Ostarrichi kamen, nahmen sie ihren Sitz auf der Burg oberhalb des Ortes Melk. Fünf Generationen blieben sie, um von hier aus ihr Herrschaftsgebiet nach Osten zu erweitern. In der Burg Melk gründeten sie ein Kanonikerkloster, übergaben dann jedoch die Festung den Benediktinern, als sie ihre Residenz weiter nach Osten verlegten. Hier in Melk schufen sich die ersten Babenberger eine Grablege, in der eine Reihe von Familienmitglieder bis heute bestattet ist. Informationen: www.stift.melk.at

Im Stift Rein lesen am Mittwoch, 18. Oktober 2017, ab 19 Uhr im Rahmen von “Österreich liest” Dr. Karl Prenner und Dr. Erich Renhart aus der Handschrift 208, einem arabischen Koran und aus “Ephraem Syri, opera omnia, quae existant Graece,  Syriace, Latine”, gedruckt in Rom 1737, vor. Ab 19 Uhr beginnt die Veranstaltung in der Stiftsbibliothek Rein zum Thema ”Der Koran und das syrische Christentum”. Dr. Karl Prenner spricht zur Entstehungsgeschichte des Koran und die Rolle des Koran im Leben der Muslime. Anhand von Ephraem der Syrer (+ 373) gibt Dr. Erich Renhart Einblick ins syrische Christentum und den Einfluss des syrischen Christentums auf den Koran. Die Stiftsbibliothek Rein verfügt mit der Handschrift 208 über einen Koran in arabischer Schrift und mit den 6 Bänden Ephraem, der Syrer, die Gesamtausgabe seiner Werke in Griechisch, Syrisch und Latein. Ao. Univ.-Prof. Dr. Karl Prenner i.R. lehrte und forschte am Institut für Religionswissenschaft mit Schwerpunkt Islam – Koran. Ao. Univ.-Prof. Dr. Erich Renhart ist wissenschaftlicher Leiter der Sondersammlung der Universitätsbibliothek Graz. Informationen: www.stift-rein.at

 

Im Stift Lilienfeld finden von 19. bis zum 21. Oktober „Österreich liest“-Veranstaltungen statt: Am Donnerstag, 19. Oktober 2017, gibt es ab 16 Uhr eine Kinderführung durch die Bibliothek mit Stiftsarchivarin Irene Rabl, ab 19:00 Uhr eine Lesung der Schriftstellerin Zdenka Becker (Tickets sind an der Stiftspforte Lilienfeld und an der Abendkassa erhältlich: EUR 5,--). Am Freitag, 20. Oktober 2017, wird ab 16 Uhr eine Spezialführung durch die Bibliothek mit Schwerpunkt auf mittelalterlichen Handschriften mit Stiftsarchivarin Irene Rabl angeboten. Am Samstag, 21. Oktober 2017, werden ab 15:00 Uhr Kinder zu einer Abenteuerführung durch das Stift mit Maria Gröbl eingeladen. Informationen und Detailprogramm bei der Stiftspforte Lilienfeld unter +43 2752 52420, www.stift-lilienfeld.at.

Die Zisterzienserinnenabtei Waldsassen in Bayern lädt zu ihrer Dauerausstellung "Schreib- und Buchkunst hinter Klostermauern - eine Entdeckungsreise durch acht Jahrhunderte Waldsassener Schriftkultur“ in ihren Kreuzgang und berühmte Stiftsbibliothek ein, wo derzeit ein besonderes Exponat mit der ältesten Handschrift aus Waldsassen Cod. 312 als Leihgabe aus dem Kloster Neuburg besichtigt werden kann.

 

Die Klosterbibliotheken im Klösterreich:

Die  Klosterbibliotheken sind oft im Sommer und Winter bei Führungen zugänglich.

Stift Admont:
Diese Bibliothek zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der Steiermark und ist eines der großen Gesamtkunstwerke des europäischen Spätbarocks. Die Bibliothek ist als Gesamtkunstwerk zu sehen, in der die verschiedenen Kunstgattungen (Architektur, Fresken, Skulpturen, Schriften & Druckwerke) zu einer Einheit verschmolzen sind – letztlich auch die zentrale Stellung des Buches in der Entwicklungsgeschichte der Benediktiner verdeutlichend. Mit einer Länge von 70 m, einer Breite von 14 m und einer Höhe von 11 m (in der Mittelkuppel 12,7 m) ist dieser in drei Teile gegliederte Raum der größte klösterliche Bibliothekssaal der Welt. Öffnungszeiten: bis 5. November 2017 täglich von 10 - 17 Uhr geöffnet. Bibliotheksführungen für Einzelbesucher täglich um 10:30 und 14:00 Uhr (ab 8 Personen, Dauer ca. 40 min, danach Winteröffnungszeiten). Kontakt:  8911 Admont 1, +43 3613 2312-604, kultur@stiftadmont.at, www.stiftadmont.at

Stift Altenburg:
Zwischen 1740 und 1744 entstand unter Abt Placidus Much die Altenburger Stiftsbibliothek, ein glanzvoller Höhepunkt seines Umbauprojektes. Drei Kuppeln Paul Trogers (1742) schmücken den Saal, sie zeigen die Göttliche Weisheit und die vier Fakultäten Theologie, Jurisprudenz, Medizin und Philosophie. Die Fresken über den Bücherkästen sowie die vier zentralen Ölgemälde schuf Trogers langjähriger Socius Johann Jakob Zeiller, die Stuckarbeiten wurden bei Johann Michael Flor in Auftrag gegeben. Die imposante Größe des Raumes – seine Länge misst an die 50 Meter – täuscht über seine Bedeutung als Büchersaal hinweg. Erst um 1768, fast 25 Jahre nach Fertigstellung der Ausstattung, wurde hier mit der Aufstellung von Büchern begonnen. In der großen Bibliothek finden sich heute vorwiegend gedruckte Werke vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Der Buchbestand umfasst rund 7.000 Titel und Schriften, die hauptsächlich in lateinischer und deutscher Sprache verfasst wurden. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt im Bereich der Theologie. Die 44 Pergamenthandschriften, der kostbarste Teil des Altenburger Bücherschatzes, werden gemeinsam mit den Papierhandschriften und den Wiegendrucken in einer separaten Archivbibliothek verwahrt. Für zeitgemäße Studien steht den Altenburger Benediktinern eine eigene Konventbibliothek mit moderner Literatur zur Verfügung. Kontakt: altenburg@kloesterreich.at, www.stift-altenburg.at

Stift Geras:
Die Bibliothek aus dem 19. Jahrhundert zählt mit Fresken von Josef Winterhalder zu den interessanten Kunstschätzen des Stiftes Geras. Die Bibliothek umfasst insgesamt ca. 18.000 Bände, 20 mittelalterliche Handschriften und 65 Inkunabeln. Kontakt: 2093 Geras, +43 2912 345-289, geras@kloesterreich.at, www.stiftgeras.at.

Stift Heiligenkreuz:

Die Stiftsbibliothek des Stiftes Heiligenkreuz ist derzeit noch zugleich die Bibliothek der Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz. Kontakt: 2532 Heiligenkreuz im Wienerwald, +43 2258 8703-166, bibliothek@stift-heiligenkreuz.at, www.stift-heiligenkreuz.org.  

Stift Göttweig:
Die (nicht für Führungen zugängliche) Stiftsbibliothek Göttweig ist seit der Gründung des Klosters im Jahr 1083 kontinuierlich gewachsen und umfasst mittlerweile rund 145.000 Bände, darunter 1.150 Handschriften (vom 9. bis zum 18. Jahrhundert) und 1.100 Inkunabeln (d.h. Drucke vor dem Jahr 1500). Den Schwerpunkt der Werke bilden Theologie und Philosophie sowie Geschichtswissenschaft. Der barocke Bibliothekssaal liegt im Osten des Klosters, in der Klausur, dem Wohn- und Arbeitsbereich der Mönche. Kontakt: 3511 Stift Göttweig, +43 2732 85581-231, goettweig@kloesterreich.at, www.stiftgoettweig.at.

Stift Herzogenburg:
Die spätbarocke Bibliothek des Stiftes Herzogenburg ist kein Prunkraum, sondern eher ein eleganter schlichter Studiersaal. Die Ornamentmalerei an Decke und Wänden stammt von Domenico Francia. Die Bücherschränke entwarf Johann Hencke. Dieser Teil der Stiftsbibliothek, die insgesamt 60.000 Bände umfasst, ist mit ca. 20.000 Werken aus dem 18. Jahrhundert bestückt. Die älteste Handschrift ist ein Psalterium aus dem 12. Jahrhundert. Künstlerisch wertvoll sind auch drei Prunkbände mit einem Werk Gregors des Großen, die „Moralia in Hiob“. Kontakt: 3130 Herzogenburg, +43 2782 83112, herzogenburg@kloesterreich.at, www.stift-herzogenburg.at

Stift Klosterneuburg:
Die Stiftsbibliothek ist mit ca. 300.000 Bänden, über 800 Inkunabeln und über 1.200 mittelalterlichen Handschriften die größte wissenschaftliche Privatbibliothek Österreichs bzw. einer der größten Mitteleuropas. In der Sonderausstellung "Kloster, Kaiser und Gelehrte", im Rahmen der IMPERIALEN-/MUSEUMSTOUR zu besichtigen, werden Meisterwerke spätmittelalterlicher Buchmalerei präsentiert, die aus der Klosterneuburger Schreibstube hervorgegangen sind. Sie wurden von Buchmalern illuminiert, die auch für die Kaiser Friedrich III. und Maximilian I. gearbeitet haben und zeigen die Blüte des religiösen und kulturellen Lebens im Stift Klosterneuburg des 15. Jahrhunderts. Neben prächtig ausgemalten Mess- und Gesangsbüchern werden auch Astronomiebücher des gelehrten Propstes Georg Müstinger und die Tafeln zur Geschichte des Hl. Leopold von Ladislaus Sunthaym zu sehen sein. Kontakt: 3400 Klosterneuburg, Stiftsplatz 1, +43 2243 411-200. bibliothek@stift-klosterneuburg.at, www.stift-klosterneuburg.at.

Stift Kremsmünster:
Die Bibliothek im Stift Kremsmünster mit ihren 160.000 Bänden zählt zu den größten stiftischen Büchersammlungen Österreichs. Auf einer Länge von 65 Metern schuf Carlo Antonio Carlone das barocke Gehäuse, in dem diese Sammlung während der 80er Jahre des 17. Jahrhunderts einen repräsentativen Rahmen erhielt. Der Freskenschmuck Melchior Steidels und Christoph Lederwaschs reflektiert Weisheit und Autorenschaft. Allein der Blick auf die Inhaltstafeln der Bücherkästen (Balthasar Melchior, 1707/1708) verdeutlicht, dass hier nicht nur theologische Werke gesammelt wurden, sondern dass sich der wissenschaftliche Anspruch dieser Bibliothek auch auf juristische, mathematische, geographische und nicht zuletzt astronomische Gegenstände bezog. Unter den 400 mittelalterlichen Handschriften des eigens gesicherten Handschriftenkabinetts sind besonders die beiden karolingischen Prachtevangeliare hervorzuheben, die als Codices millenarii bezeichnet, einen glanzvollen Bezug zur Gründungszeit herstellen. Kontakt: 4550 Kremsmünster, +43 7583 5275-150, kremsmuenster@kloesterreich.at, https://stift-kremsmuenster.net/ .

Stift Lilienfeld:

Schon im 13. Jahrhundert existierte im Stift Lilienfeld eine kleine Klosterbibliothek mit liturgischen Büchern. Unter Abt Sigismund Braun (1695-1716) wurde eine barocke Saalbibliothek im 1. Stock über dem mittelalterlichen Refektorium eingerichtet. Der heutige Bibliotheksbestand umfasst über 40.000 Drucke, 119 Wiegendrucke und 226 mittelalterliche Handschriften. Bei Führungen können die mittelalterliche Klosteranlage und die barocke Bibliothek besichtigt werden. Kontakt: 3180 Lilienfeld, +43 2762 52420, lilienfeld@kloesterreich.at, www.stift-lilienfeld.at

Stift Melk:
Das Besondere an einer Bibliothek wie der Melker Stiftsbibliothek ist, dass eine durch Jahrhunderte hindurch gewachsene Sammlung von Büchern in einem Ambiente präsentiert wird, das der historischen Bedeutung dieser Sammlung entspricht. Wer den barocken Bibliothekssaal betritt, staunt über die sich ihm darbietende Pracht, die Fülle an einheitlich gebundenen Bänden, die sich harmonisch in das Farbenspiel und die Architektur des Raumes einfügen. Der heutige Bibliothekstrakt entstand im Zuge des hochbarocken Neubaus der Klosteranlage durch Abt Berthold Dietmayr (1700–1739). 1731 schuf Paul Troger das Deckenfresko: Die Allegorien der einzelnen Wissenschaften und Künste sind im Architekturbereich des Deckenfreskos vertreten. Die Bibliothek umfasst zurzeit insgesamt ca. 100.000 Bände, darunter ca. 1.800 Handschriften und 750 Inkunabeln. Sie stellt heute ein kostbares Erbe dar, das in ihrer Zusammensetzung die Geschichte des im Jahr 1089 gegründeten und bis heute ohne Unterbrechung bestehenden Benediktinerklosters widerspiegelt. Kontakt: 3390 Melk, +43 2752 555-225, melk@kloesterreich.at, www.stiftmelk.at

Erzabtei Pannonhalma:
1825 wurde in der Erzabtei Pannonhalma bei Györ, Ungarn, der Grundstein zur bestehenden klassizistischen Bibliothek gelegt, der sich schon zur Zeit der Erbauung als zu klein erwies, weshalb bereits ab 1832 ein ovaler Saal nach den Plänen von János Páckh neu hinzugesetzt wurde. Die ausschließlich von antiken Künstlern und Geistesgrößen bevölkerten Malereien in der Bibliothek spiegeln den Geist der Aufklärung im 19. Jahrhundert wider. Die Bibliothek der Abtei ist mit ihren etwa 350.000 Bänden eine der reichsten Klosterbibliotheken Europas. Die wertvollsten Stücke der Sammlung sind Druck-Erstausgaben und Kodizes. Eine Besichtigung ist im Rahmen von Führungen möglich. Kontakt: UNGARN, 9090 Pannonhalma, +36 96 570-191, pannonhalma@kloesterreich.at, https://bences.hu/lang/de/

Kloster Raigern:
Gleichzeitig mit der Gründung des Stiftes Raigern bei Brünn, Tschechische Republik, in der Mitte des 11. Jahrhunderts wurde auch die Bibliothek gegründet, die heute etwa 66.000 Bände enthält. In der Zeit nach 1950 war die Bibliothek in Fachverwaltung der Mährischen Landesbibliothek in Brno (Brünn) und unter Verwaltung des Museums der Brünner Region (Denkmal des Schrifttums in Mähren), Besucher können die Bibliothek bei Führungen besichtigen. Neben der Bibliothek ist auch der Konvent zugänglich, wo die Ausstellung zur Geschichte der Benediktiner in Tschechien gezeigt wird. Kontakt: TSCHECHIEN, 664 61 Rajhrad, +420 736 709002, raigern@kloesterreich.at, http://www.rajhrad.cz/benediktini/de_full_frameset.htm.

Stift Rein:
Der Bestand der Stiftsbibliothek des Zisterzienserstifts Rein bei Graz umfasst ca. 100.000 Objekte. Es sind Bücher, Zeitschriften, Einzelblätter, Musikalien bis hin zum Keplertisch von 1607. Die 390 Handschriften des Mittelalters und die 150 Inkunabeln (Frühdrucke bis 1500) zählen zum wertvollen Bestand. Schwerpunktbereiche sind Theologie und historische Disziplinen. Der prunkvolle Schauraum zwischen der Basilika und dem Bibliothekstrakt ist mit Deckenfresken von Joseph Amonte aus dem Jahr 1753 ausgestattet. Kontakt: 8103 Rein, +43 3124 51621, rein@kloesterreich.at, www.stift-rein.at.

Stift St. Florian:
Die Stiftsbibliothek St. Florian zählt zu den ältesten und eindrucksvollsten Klosterbibliotheken Österreichs. Der prächtige, spätbarocke Hauptsaal besticht durch die raumhohen, mächtigen Bücherregale, die gleichsam die Sphäre des Geistes von der Außenwelt abschirmen. Das leuchtkräftige Deckenfresko (1747) von Bartolomeo Altomonte (figuraler Teil) und Antonio Tassi (Architekturmalerei) zeigt die Vermählung von Tugend und Wissenschaft unter der Schirmherrschaft der Religion. Die Stiftsbibliothek St. Florian besitzt 108.000 Bände aus der Zeit vor 1900. Davon sind 952 Titel Inkunabeln, 35.443 Titel entfallen auf das 16. bis 18. Jahrhundert und 23.493 auf das 19. Jahrhundert. Den wertvollsten Schatz stellen die rund 800 mittelalterlichen Handschriften dar. 1930 erwarb die Stiftsbibliothek den Nachlass des Wiener Orientalisten Rudolf Geyer (1861-1929). Diese Büchersammlung galt noch zwanzig Jahre später als größte Sammlung arabischer Literatur zwischen Rom und Berlin. Kontakt: 4490 St. Florian, +43 7224 8902-0, st.florian@kloesterreich.at, www.stift-st-florian.at.

Stift St. Lambrecht:
Die Stiftsbibliothek von St. Lambrecht ist nur zu Studienzwecken zugänglich. Kontakt: Hauptstraße 1, 8813 St. Lambrecht, +43 3585 2305, info@stift-stlambrecht.at, www.stift-stlambrecht.at.

Stift Schlägl:
Die neubarocke Bibliothek wurde im Jahre 1852 vollendet. Die Einrichtung stammt vom Stiftstischler Anton Simmel und die Deckengemälde sind nach Vorlage von August Palme entstanden. Die Bibliothek umfasst eine Sammlung von ca. 60.000 Büchern aus allen Wissensbereichen. Von den etwa 240 Handschriften und 190 Inkunabeln sind einige besonders schöne Exemplare in der Bibliothek ausgestellt. Kontakt: 4160 Schlägl 1, +43 7281 8801, abtei@stift-schlaegl.at, www.stift-schlaegl.at.

Stift Seitenstetten:
Ein kunstvolles Glanzlicht ist die Bibliothek des Stiftes Seitenstetten, die in ihrer Harmonie einmalig ist. Den fünfachsigen Hauptsaal krönt ein Fresko, das von Paul Troger 1740 hergestellt wurde. Das Thema des Freskos ist die Anbetung des Lammes Gottes, das allein imstande ist, das Buch mit den sieben Siegeln in der Hand Gott Vaters zu öffnen. Die eindrucksvolle Scheinarchitektur ist ein Werk von Franz Joseph Wiedon. Die Bücherschränke mit Galerie wurden 1741 – 1743 vom Wiener Tischler Jakob Gabruckhner in vornehmem Nussholz geschaffen. Der Hauptraum umfasst 19.000 Bände, die alle in weißes Leder gebunden oder wenigstens mit einem weißen Rücken versehen sind. Johann Jakob Sattler schuf vier Paare Putti, die oben an der Galerie platziert sind und die vier Fakultäten der Universität darstellen. Die Stiftsbibliothek umfasst insgesamt 150.000 Bände, 277 Inkunabeln, 270 mittelalterliche Handschriften und eine Globensammlung. In einer Ausstellung sind in der Bibliothek zu sehen: Bucheinbände vom Mittelalter bis ins 19.Jahrhundert. Öffnungszeiten: Ostermontag bis 1. November oder für Gruppen ab 15 Personen jederzeit nach vorheriger Vereinbarung, jeweils im Rahmen der Stiftsführung zu besichtigen. Information: Stift Seitenstetten, Gästebüro, 3353 Seitenstetten, Kontakt: Am Klosterberg 1, 3353 Seitenstetten, +43 7477 42300-0, seitenstetten@kloesterreich.at, www.stift-seitenstetten.at.

Abtei Waldsassen:
Die weltberühmte Stiftsbibliothek der Abtei Waldsassen gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Oberpfalz, Bayern. Die Stiftsbibliothek der Abtei Waldsassen weist eine Ausstattungspalette auf, die sowohl in künstlerischer als auch in inhaltlicher Hinsicht einmalig und spezifisch zisterzienserisch geprägt ist. Die Dauerausstellung "Schreib- und Buchkunst hinter Klostermauern - eine Entdeckungsreise durch acht Jahrhunderte Waldsassener Schriftkultur“ befindet sich im Kreuzgang und in der Stiftsbibliothek der Abtei Waldsassen. Derzeitiges Exponat: Älteste Handschrift aus Waldsassen Cod. 312 als Leihgabe aus dem Kloster Neuburg. Highlights der faszinierenden Meisterwerke der Waldsassener Stiftsbibliothek sind insbesondere: Geschnitzte, lebensgroße Holzfiguren von Karl Stilp - Porträtbüsten berühmter Persönlichkeiten der Antike - Stattliche Deckengemälde mit Themen ganz im Zeichen zisterziensischer Spiritualität - Prachtvolle Bildnismedaillons der großen griechischen und lateinischen Kirchenlehrer - Zahlreiche Stuckreliefs mit filigranen Ornamenten - Außergewöhnlich reichhaltiges an den Regalschränken, den Brüstungsfeldern der Emporen etc. ...und nicht zuletzt sind es die kostbaren Bücher mit ihren hellen, ledernen Einbänden, die, wie einst beabsichtigt, den unvergesslichen Charakter des Raumes prägen... Die Betreuung der berühmten Klosterbibliothek, welche jährlich etwa 60.000 Besucher bewundern, liegt in den Händen des Konventes der Zisterzienserinnen der Abtei Waldsassen. Informationen zu Besichtigung, Führungen usw.: DEUTSCHLAND, 95652 Waldsassen, Basilikaplatz 2, +49 9632 9200-25, info@abtei-waldsassen.de www.abtei-waldsassen.de.

Stift Zwettl:
Die Buchbestände der Stiftsbibliothek Zwettl reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Bereits seit dem 12. Jahrhundert gab es in diesem Kloster ein eigenes Scriptorium, in dem Mönche Bücher für den liturgischen Gebrauch, Geschichtswerke oder auch naturwissenschaftliche und astronomische Nachschlagewerke anfertigten. Die 420 mittelalterlichen Codices sind vollständig wissenschaftlich katalogisiert und werden gemeinsam mit den 377 Inkunabeln (zwischen 1450 und ca. 1500 gedruckte Bücher) in einem neu eingerichteten Depotraum unter sicherheitstechnisch und klimatisch optimalen Bedingungen gelagert. Die barocke Bibliothek mit ihren ca. 28.000 Büchern entstand ab 1730 und wurde von Paul Troger mit Fresken geschmückt: Der antike Held Herkules wird hier – in typisch barocker Manier – als ein Beispiel vorgestellt, dass Tugend und Weisheitsstreben zusammengehören. Kontakt: 3910 Stift Zwettl, +43 2822 20202-17, zwettl@kloesterreich.at, www.stift-zwettl.at.

Nähere Informationen und die Klösterreich-Broschüre „Kultur-Begegnung-Glaube“ sind kostenlos erhältlich bei der Klösterreich-Geschäftsstelle, c/o ITA Hermann Paschinger, Straßfeld 333, 3491 Straß, AUSTRIA, Tel. +43 2735 5535-0, Mail: info@kloesterreich.at, Internet: www.kloesterreich.com, wo auch Klösterreich-Gutscheine bestellt werden können, Facebook: www.facebook.com/Kloesterreich.