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Kärntner Benediktinerstift St. Paul neu bei "Klösterreich"

Das Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal, „Schatzkammer“ mit bedeutender Sammlung von Handschriften, ist das jüngste Mitglied bei "Klösterreich" ...

Das Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal ist das jüngste Mitglied bei "Klösterreich". Damit treten jetzt 23 Stifte und Klöster aus Österreich sowie Partnerklöster aus Bayern, Tschechien und Ungarn gemeinsam unter dieser Netzmarke auf, um ihre kulturellen, touristischen und spirituellen Aktivitäten verstärkt zu präsentieren, wie die heimischen Ordensgemeinschaften berichten. In der neuen Klösterreich-Broschüre "Kultur-Begegnung-Glaube 2017" wird das Stift St. Paul bereits mitpräsentiert.

Das Kloster St. Paul im Lavanttal ist ein 1091 gegründetes Kloster des Benediktinerordens in Unterkärnten. Schon kurz nach seiner Gründung entwickelte sich St. Paul zu einem bedeutenden Schulkloster mit einer Gelehrten- und später auch Lateinschule, wobei der bis heute bekannteste Abgänger der spätere Mediziner Paracelsus ist.

Im 14. und 15. Jahrhundert durchlitt das Stift mit Bränden, Zerstörungen und der Eroberung durch die Türken schwere Zeiten, bis im 16. Jahrhundert unter Abt Hieronymus Marchstaller eine neue Blütezeit anbrach. In dieser Zeit erhielt das Kloster seine heutige Form. Das Kloster überstand in Folge auch zwei kurze Phasen der Auflösung bzw. Enteignung im Josephinismus und in der NS-Zeit und ist das älteste noch heute aktive Kloster in Kärnten.

Die derzeit rund 15 Mönche sind als Seelsorger in den Stiftpfarren, als Lehrer am Stiftsgymnasium sowie in wissenschaftlichen oder kulturellen Aufgaben tätig. Das öffentliche Gymnasium des Stiftes zählt rund 750 Schülern zu den größten Privatgymnasien Österreichs. Über die Grenzen hinaus bekannt ist die "Schatzkammer" des Stiftes, die neben liturgischen Kostbarkeiten aus Mittelalter, Renaissance und Barock eine wertvolle Gemäldegalerie und eine Grafiksammlung sowie eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Handschriften enthält.

St. Paul ist Pilgerzentrum entlang des Benediktweges

Da in St. Paul ein wichtiger Faktor die Betreuung von Gästen und Pilgern ist, hat sich das Kloster zum Beitritt zur Such- und Orientierungsplattform Klösterreich mit seinen Mitgliedsklöstern in Österreich, Bayern, Tschechien und Ungarn entschlossen. Der Benediktweg wurde anlässlich der 200-Jahr-Feier der Wiederbesiedelung des Klosters St. Paul im Lavanttal im Jahr 2009 geschaffen und ist nach dem Ordensgründer Benedikt von Nursia benannt. Er führt von Kremsmünster über Spital am Pyhrn in Oberösterreich nach Seckau in der Steiermark, von dort ins Stift St. Paul in Kärnten und weiter bis nach Gornji Grad in Slowenien. Er umfasst eine Länge von 315 km, die auf 15 Tagesetappen aufgeteilt sind und mehrere berühmte Benediktinerklöster miteinander verbindet. Am Benediktweg werden regelmäßig geführte spirituelle Pilgerwanderungen angeboten. Die Etappen von Spital am Phyrn nach Gornji Grad (240 km, 11 Tagesetappen) sind in zwei Broschüren dokumentiert. Dieser Pilgerweg kann (soll) zukünftig im Sinne von Benedikt verlängert, weitere Benediktinerklöster eingebunden und durch Pilgerwege zwischen Monte Cassino in Italien bis ins nördlichste Kloster in Schottland Pluscarden verbunden werden.
 
Die Idee für die Errichtung des Benediktweges stammt von Prof. Mag. Ernst Leitner, die geistliche Patronanz für diesen Weg hat der Dekan des Stiftes St. Paul, Mag. P. Siegfried Stattmann OSB, übernommen: "Es war unsere Absicht, ein Projekt mit Nachhaltigkeit ins Leben zu rufen, und in der Zwischenzeit sind wir uns schon sicher und schätzen uns glücklich, dass nach unseren bisher gemachten Erfahrungen dieser Wunsch sich bereits erfüllt hat. “Pilgern” verstehen wir als ein sehr bewusstes sich “auf den Weg machen“. Wer sich als Pilger für den Benediktweg entscheidet, der weiß sich begleitet von den erprobten Weisungen und biblischen Unterweisungen des erfahrenen Ordensgründers Benedikt von Nursia. Die Benediktiner, die zu einer der ältesten Ordensgemeinschaften der katholischen Kirche gehören, legen ein lebendiges Zeugnis dafür ab, dass der hl. Benedikt auch den Menschen unserer Tage noch etwas zu sagen hat." Weitere Informationen: www.benedikt-bewegt.at

Klösterreich ist Such- und Orientierungsplattform

"Klösterreich" wurde 1999 gegründet und präsentiert seither zahlreiche kulturelle und touristische Aktivitäten und Veranstaltungen, die die 23 Mitglieder über das Jahr verteilt anbieten. Vom Glockenspiel bis zum Kulturfrühstück, vom Pflanzenmarkt bis zur Theateraufführung, vom Nachtkonzert bis zum Weihnachtsmarkt. Präsident des Vereins ist Abtpräses Christian Haidinger, der auch den Vorsitz in der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften inne hat.

Mitglied bei "Klösterreich" sind die Stifte Admont, Altenburg, Geras, Göttweig, Heiligenkreuz, Herzogenburg, Klosterneuburg, Kremsmünster, Lilienfeld, Marienschwestern vom Karmel (Linz), Melk, Rein, Schlägl, Seitenstetten, Stams, St. Florian, St. Lambrecht, St. Paul im Lavanttal, das Kloster Wernberg, Zwettl sowie in Deutschland die Abtei Waldsassen, in der Tschechischen Republik die Abtei Raigern/Rajhrad und in Ungarn die Erzabtei Pannonhalma.

Informationen bei der Klösterreich-Geschäftsstelle, Hermann Paschinger, AUSTRIA, 3491 Straß im Straßertale, Straßfeld 333, Tel. +43 2735 5535-0, E-Mail: info@kloesterreich.at, www.kloesterreich.at, www.facebook.com/kloesterreich.